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BfR streicht Anthrachinon aus BfR-Empfehlungen XXXVI und XXXVI/2 für Papier, Kartons und Pappen
22.02.2013| 2012 kam die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einem veröffentlichten Gutachten zu dem Schluss, dass eine krebserregende Wirkung des Anthrachinons nicht ausgeschlossen werden kann. Die Internationale Agentur für Krebs­forschung (IARC) stuft Anthrachinon ebenfalls als ein mögliches Kanzerogen ein. Auf Grundlage dieser Daten hat das Bundesinstitut für Risikobewertung in einer am 12.2.2013 veröffentlichten Stellungnahme die Empfehlung, Anthrachinon bei der Herstellung von Papier zu verwenden, zurückgenommen.

Anthrachinon diente in der Vergangenheit als Trennungsbeschleuniger von Lignin und Cellulose bei der Gewinnung von Cellulosefasern und war in den BfR-Empfehlungen XXXVI und XXXVI/2 bei der Herstellung von Papier mit bis zu 0,15 % bezogen auf das fertige Papier erlaubt. Das trockene Papier durfte allerdings nicht mehr als 30 mg/kg Anthra­chinon enthalten.

Gemäß Verordnung (EG) Nr. 396/2005 ist für Anthrachinon in Lebensmitteln ein euro­päischer Höchstgehalt von 0,01 mg/kg festgelegt. Nach Abschätzungen des BfR kann die Verwendung von Anthrachinon in Papier und der mögliche Übergang ins Lebensmittel dazu führen, dass dieser Höchstgehalt in verpacktem Lebensmittel nicht mehr eingehalten werden kann.

Stellungnahme des BfR zu Anthrachinon


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