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Tropanalkaloide in Lebensmitteln und Futtermitteln
Tropanalkaloide sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe die in einer Vielzahl von Pflanzen, z.B. Kreuzblütenge­wächsen und Nachtschattengewächsen, vorkommen. Bereits seit Jahrhunderten werden tropanalkaloidhal­tige Pflanzenextrakte aufgrund ihrer Eigenschaften als Arzneimittel eingesetzt. Die Gruppe der Tropanalkalo­ide umfasst mehr als 200 verschiedene Verbindungen, darunter Atropin, Scopolamin und Kokain. Chemisch leiten sich alle Verbindungen vom Tropan, einer bicyc­lischen Oktanstruktur ab.

Die Samen der tropanalkaloidhaltigen Pflanzen wie Stechapfel, Bilsenkraut und die Beeren der Tollkirsche, werden als Verunreinigung in Getreiden und Saaten wiedergefunden, be­richtet die EFSA. Diese können Lebensmittel wie Linsen, Hirse, Buchweizen, Sonnenblu­mensamen und Soja kontaminieren. Bereits geringe Mengen, wie die Verunreinigung von Getreideprodukten, können laut BfR zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Aufgrund ihrer Toxizität ist das Vorhandensein dieser Verbindungen im Lebensmittel unerwünscht. Die EFSA hat in ihrer Risikobewertung einen Gruppen-ARfD (Summe (-)-Hyoscyamin und (-)-Scopolamin) als gesundheitsbezogenen Richtwert von 0,016 µg/kg Körpergewicht abgeleitet. Erhöhte Befunde an Atropin und Scopolamin lösen immer wieder Meldungen im europäischen Schnellwarnsystem aus. Besonders in Produkten für Babies und Kleinkinder werden unbedenkliche Mengen überschritten und die Lebensmittel vom CVUA als für den Verzehr ungeeignet bzw. gesundheitsschädlich beurteilt.

Die Bestimmung von Atropin (Summe Hyoscyamin-Isomere) und Scopolamin erfolgt bei GALAB mittels UPLC-MS/MS mit einer Sensitivität von 1 µg/kg. Bei weiteren Fragen zu unseren Leistungen kontaktieren Sie bitte unseren Vertrieb.

Links
EU-Empfehlung zum Monitoring von Tropanalkaloiden in Lebensmitteln
BfR – Tropanalkaloide in Getreideprodukten
EFSA – Wissenschaftliche Stellungnahme zu Tropanalkaloiden
CVUA


Nachrichten

Tropanalkaloide
07.07.2015 | EU sammelt weitere Daten zum Vorkommen von Tropanalkaloiden in Lebens­mitteln. mehr